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7 SEO-Tipps, die bei jeder Seite helfen!

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Jede Seite muss individuell für Suchmaschinen optimiert werden. Es gibt jedoch einige einfache Quick-Wins, mit denen du bei jeder Seite eine positive Auswirkung auf die OnPage-Optimierung hervorrufen kannst.

Viele Webseiten-Betreiber stehen vor der Frage: Mit welchen SEO-Maßnahmen fange ich an? Es gibt natürlich keine Standard-Lösung, die für alle Webseiten gleichermaßen gute Erfolge bringt. Ein guter Ansatz ist jedoch, die größten Probleme der Webseite zu finden und diese nach und nach zu beseitigen.

In diesem Artikel möchte ich auf die Dinge eingehen, die häufig zu Problemen führen. Diese Probleme sind nicht bei allen Webseiten gegeben, stellen jedoch typische Hürden bei einer guten OnPage-Optimierung dar.

Wer mit SEO startet sollte sich die folgenden Punkte ansehen und überlegen, ob diese schon umgesetzt sind. Korrekt umgesetzt bieten diese Quick-Wins einen guten Start zu einer optimierten Webseite.

1. Optimiere die wichtigsten Tags

Viele SEOs fokussieren sich stark auf die Keyword-Recherche. Diese Recherche ist die Basis jeder OnPage-Optimierung, die sich stark auf die Optimierung des Inhalts konzentriert.

Für große Seiten mit mehreren hundert Seiten, Produkten oder Dienstleistungen ist es jedoch fast unmöglich, eine ausführliche Keyword-Analyse für jede Seite durchzuführen.

Hier empfiehlt es sich viele Seiten "grob" zu optimieren, anstatt wenige Seiten "stark" zu optimieren.

Anstatt also Tage oder Wochen damit zu verbringen, jede einzelne Seite detailliert zu optimieren, solltest du eher schnell damit beginnen, die wichtigsten Tags "grob" zu optimieren. Diese sind:

  • Title Tag
  • Meta Description
  • H1 Tag
  • Weitere Heading Tags
  • Alt Tags von Bildern

Auf jeder Seite sollte sichergestellt werden, dass jedes Tag einzigartig und auf den Inhalt der entsprechenden Seite bezogen ist. Wenn dir bereits Keywords aus Analysen vorliegen, die für diese Seite passen, kannst du diese natürlich integrieren.

Eine detaillierte Optimierung ist hier zunächst nicht erforderlich. Es geht hier erst einmal darum, jede Seite grob zu optimieren. Die "Fein-Optimierung" kannst du zu einem späteren Zeitpunkt durchführen.

2. Fülle deine Seiten mit Content

Häufig haben Seiten wenig oder keinen Content. Die größten Probleme stellen Produkt-Kategorien von Online-Shops und deren Unter-Kategorien dar. Natürlich wollen und sollen die Besuchen das Produkt so schnell wie möglich sehen und ein langer Text oberhalb des Produktes würde dieses nach unten verschieben und ein Scrollen des Nutzers notwendig machen.

Es gibt jedoch genug gute Beispiele, wie man Inhalt auf einer Produktseite einfügen kann, ohne dass der Besucher erst zum eigentlichen Produkt scrollen muss:

Bildschirmfoto 2016-02-10 um 12.01.57

Es ist wichtig, dass Text-Inhalt auf diesen Seiten vorkommt. Klar ist: Viele Besuchen wollen nur das Produkt sehen und sich nicht den Produkt-Text durchlesen!

Aber es gibt einige Besucher, die sich noch in der Phase der "Produktfindung" befinden. Und genau da kann guter Inhalt helfen, den noch unentschlossenen Besucher zu einem Käufer zu machen. Ohne diesen Inhalt wird auch die Möglichkeit genommen, diese Besucher zu Kunden zu machen.

Schreibe zu jedem Produkt und jeder Kategorie einen Text. Dies muss kein langer Aufsatz sein und der Text muss auch nicht von Beginn an zu 100% perfekt optimiert sein: Der Text soll lediglich dem Besucher und Suchmaschinen dabei helfen zu verstehen, was du auf deiner Seite anbietest.

3. Eliminiere Duplicate Content

Einige Seiten erzeugen Aufgrund des CMs oder Shop-Systems duplicate Content, also gleichen Inhalt auf verschiedenen URLs. Das passiert häufig bei Sortierungen, Filterungen, Produkten in verschiedenen Kategorien, Paginierungen, usw.

Diese Systeme generieren häufig verschiedene URLs mit exakt identischem, oder größtenteils identischem Inhalt, sei es bei Produktbeschreibungen, Auflistung von Produkten, etc. Diese Inhalte behindern Crawler der Suchmaschinen beim Indexieren und Bewerten der Inhalte und erzeugen dadurch Probleme, deine Seite gut zu ranken. Dieses Thema habe ich in einem anderen Blogartikel bereits ausführlich beschrieben.

Diesen duplicate Content zu eliminieren kann ein gewaltiges Unterfangen sein, aber es ist auf lange Sicht gesehen ein wertvoller Baustein für deine Suchmaschinenoptimierung. Für diese Aufgabe muss sowohl ein SEO als auch ein Entwickler involviert werden.

Diese Aufgabe sollte nie nur in die Hände eines Entwicklers gegeben werden. Entwickler kennen häufig nicht die Komplexität von SEO und können durch allein überlegte Anpassungen neue Probleme entstehen lassen.

4. Verbessere die Navigation

Änderungen, die an der Seitennavigation vorgenommen werden, können komplex sein. Diese Änderungen sind jedoch eine wichtige Starthilfe für deinen Onlinemarketing-Erfolg. Bei vielen Seiten liegt der Schwerpunkt der Navigation zu stark auf der Seite selbst und nicht genug darauf, dem Besucher dabei zu helfen das zu finden, was er sucht.

Ein Beispiel dafür sind Seiten, die ihre verschiedenen Produkte oder Dienstleistungen hinter dem Navigationslink "Produkte" oder "Dienstleistungen" verstecken.

Warum ist das nicht sinnvoll? Weil das wichtigste was ein Besucher auf deiner Seite sehen will ist, was du anbietest. Die Besucher wollen dich zunächst nicht kontaktieren, deine Philosophie kennenlernen, den Blog lesen, mehr über dich erfahren... Warum also sollte man diese Dinge alle in der Hauptnavigation auflisten, während die Produkte und Dienstleistungen versteckt sind?

Ein einfacher Weg, die Navigation zu optimieren, ist, die Produkte und Dienstleistungen bereits in der primären Navigation zu verlinken:

 

Real Navigation
Beispiel: Navigation real.de
 

Wenn Besucher auf deine Seite gelangen, sollten diese bereits bei einem Blick auf die Hauptnavigation erkennen, was du auf deiner Seite anbietest.

5. Mach deine Seite schneller

Die Seitengeschwindigkeit ist ein immer wichtiger werdendes Thema bei Suchmaschinen. Sie wollen Seiten ausliefern, die die beste "User Experience" garantieren und die Seitengeschwindigkeit ist ein Teil davon. Dabei geht es nicht darum, die Ladegeschwindigkeit um ein paar Millisekunden zu verbessern, sondern die Seite richtig schnell zu machen.

Während deine Seite immer schneller wird kannst du schon bald die Resultate erkennen. Natürlich musst du die investierte Zeit des Optimierens mit dem erzielten Ergebnis in Relation stellen. Wenn du aber noch nie Zeit in die Optimierung des Page-Speed gesteckt hast, kann diese Optimierung zu einem Rankingboost führen.

Das Ziel sollte es sein, dass es keine unangenehmen Wartezeiten auf deiner Seite gibt. Sobald die Ladedauer von einem Seitenaufruf lästig erscheint, solltest du handeln.

Wenn deine Seite in weniger als 2 Sekunden geladen wird, kannst du diesen Optimierungspunkt zunächst zur Seite legen. Wenn es länger dauert, solltest du es anpacken!

6. Optimiere deine Seite für mobile Endgeräte

Mobile Geräte sind häufig der Starpunkt, mit dem Suchende mit deiner Webseite in Kontakt kommen. Egal ob diese Suchen, Forschen oder einen Kauf tätigen möchten: Laut Google suchen bereits mehr User per mobile Device, als über einen Desktop-PC ("In fact, more Google searches take place on mobile devices than on computers in 10 countries including the US and Japan"). Deshalb ist eine mobil-optimierte Seite für Internet-Marketing extrem wichtig - Und zwar so wichtig, dass das Erstellen einer mobil-optimierten Webseite der erste Gedanke sein sollte, statt ein nachträglicher Einfall.

Viele "mobil-freundliche" Websites sind nachträglich schnell als solche umgemodelt worden, als tatsächlich auf die mobile Nutzung ausgelegt.

Um immer einen Schritt voraus zu sein, sollten heutige Webseiten nach dem "mobile first" Prinzip erstellt werden. Besucher müssen einen gleich gute (wenn nicht bessere) "User Experience" auf mobilen Geräten haben, wie auf dem Desktop.

7. Verschwende kein Crawl-Budget

Als Crawl Budget bezeichnet man die Anzahl der Seiten, die Google auf einer Webseite maximal crawlt. Google legt dabei selbst fest, wie viele Unterseiten sie pro Domain crawlt (in erster Linie in Abhängigkeit vom PageRank).

Mögliche Problematik:
Aus dem Crawl Budget ergibt sich eine Problematik für größere Webseiten mit sehr vielen Unterseiten: Im Regelfall werden dann nämlich nicht alle Unterseiten gecrawlt, sondern nur ein Teil davon. Demzufolge können auch nicht alle Unterseiten indexiert werden.

Besonders "anfällig" für die Generierung von quasi unendlich vielen URLs sind z.B. Kalender. Hier kann sich der Crawler häufig bis ins Unendliche in die Zukunft crawlen.

Du sollte demnach darauf achten, dass Seiten, die für Google nicht relevant sind, vom Indexierungsprozess ausgeschlossen werden, um den Crawl-Vorgang auf die wichtigen Seiten der Domain zu fokussieren.


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